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Ich habe
meinen Beruf fast 30 Jahre ausgeübt und muss sagen, dass ich kein Krankheitsbild aus meinem Fach
kenne, bei dem die Ärzte eine größere Palette an Behandlungsmöglichkeiten
ausprobieren,
als bei der Epikondylitis. Viele Ärzte tun vieles, aber der Erfolg hält sich in Grenzen.
Es ist keine Seltenheit, dass Patienten über Jahre mit Schmerzen und Beeinträchtigungen
leben müssen. Eine Ursache hierfür liegt sicher schon in der lateinischen Bezeichnung
der Krankheit: Epikondylitis.
These: Alles, was mit "itis" aufhört, hat mit
einer Entzündung zu tun! Dies trifft hier mit Bestimmtheit nicht zu!
Teile des Erscheinungsbildes der Beschwerden sind ähnlich denen einer Entzündung!
Hauptursache jedoch ist die Muskelverspannung! Diese führt zu
Problemen mit der Sehne, das hat wiederum Auswirkungen auf die Knochenhaut. Das ist schon
alles.
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Ein sehr gutes und wichtiges
Medikament gegen schlimme Entzündungen im Körper ist Cortison. Bei der
Behandlung des "Tennisarms" hat es jedoch nichts verloren! Auf lange Sicht
richtet es durch seine kristalline Struktur nur noch größeren Schaden an. Da es sich
beim Tennisarm nicht um eine Entzündung handelt, ist es unmöglich, mit
Cortison die Ursache zu bekämpfen. |
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Eine Gipsschiene
zur Ruhigstellung des Arms ist eine sehr konservative Methode. Die bewegungsspezifische
Muskulatur bildet sich zurück und erzwingt dadurch eine lange Reha - Zeit. Nebenbei
besteht noch die Gefahr der Schultersteife. Der Tennisarm bleibt!
Ultraschall, Reizstrom und ähnliche Behandlungen
bewirken zwar eine gewisse Mehrdurchblutung in der Tiefe, können aber das Übel nicht
heilen.
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Relativ
neu im
Spektrum dessen, was Ärzte beim Tennisarm ausprobieren, sind extrakorporale
Stoßwellen. Vorsicht kann man hier nur sagen! Die Wirksamkeit dieser Stoßwellen
ist bisher wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen.
Die Frage der Dosisfindung, sonstige Risiken, unerwünschte Langzeiteffekte und
insbesondere Hinweise auf mögliche Schädigungen des betroffenen Nervs sind restlos
offen. |

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Hinsichtlich
der Wirkdauer und der Wiederholungsmöglichkeit der
Stoßwellen gibt es keine zuverlässigen Angaben. Die
Behandlung, bei der der Ellenbogen betäubt wird, kostet
ab 2000.- DM und bis über 5000.- DM. Ich habe das Gefühl,
dass es eine willkommene Zusatzeinnahme für unsere
Orthopäden ist, weiter nichts - für den Patienten ist
das doch etwas wenig.
Gerne werden von sehr konservativen Ärzten auch
sogenannte Röntgenentzündungsbestrahlungen
durchgeführt. Alleine die Bezeichnung verrät, dass
diese nur der Brieftasche des Arztes helfen können.
Als letzter Schritt wäre da noch die Operation.
Die Sehne wird durch einen Schnitt künstlich
verlängert und dadurch der Zug vom Epikondylus
genommen. Zusätzlich muss die Verbindung zwischen
Knochenhaut und Ursprungssehne ringsherum gelöst
werden. Die Erfolgsaussichten dieser Prozedur liegen
allerdings leider nur bei ca. 60%. Ich denke, dies ist
nicht ausreichend.
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Bleibt
noch, und dies mit einer Erfolgsaussicht von über
90%, die Friktionsmassage. Sie sollte durch eine Eis- oder Fangopackung, die vorweg verabreicht
wird, unterstützt werden.
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Mit
einem japanischen Massagestäbchen, das von Erich Deuser,
dem früheren Masseur der deutschen Fußball -
Nationalmannschaft, kultiviert wurde, wird der
betroffene Muskel, die Sehne und der Epikondylus
bearbeitet. Sehr viel Fingerspitzengefühl des
Behandlers und Stehvermögen des Patienten ist
notwendig, damit nach erfahrungsgemäß etwa 12 bis 18,
teilweise nicht sehr angenehmen Behandlungen, die Sache
ausgestanden ist.
Der
Erfolg der Behandlung belohnt den Patienten und den Behandler
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